2. Ökumenischer Kirchentag in München PDF Drucken E-Mail

Bettina Hils: Der Ökumenische Kirchentagschor und Posaunenchor Niederrhein fuhren nach München und ich war mittendrin, Diese Zusammenstellung trifft sich zu jedem Kirchentag.

Wir bekamen einen Platz in den ersten Reihen -auf den obligatorischen Papphockern- zur Bibelarbeit von Margot Käßmann, die mir sehr nachhaltig in Erinnerung geblieben ist, da sie sehr offen und ehrlich predigte und sich nicht durch ihre Medienpräsenz in den Vordergrund stellte. An einem Abend gelang es mir, einer der begehrten Plätze im Zirkus Krone zu ergattern: 2200 Sitzplätze aber 8000 Besucher (gefühlte 12000) standen vor der Türe, es traten Jürgen Becker und Eckerhart von Hirschhausen auf. Musikalisch wurden sie von Judy Bailey unterstützt.

 

Einen weiteren Höhepunkt, den ich ebenfalls so schnell nicht vergessen werde, war die Einladung der orthodoxen Kirche zu einem gesegneten Mahl. Hierzu wurden 1000 Tische und Bänke auf den Odeonsplatz gestellt und wir haben mit einer riesigen Menschenmenge, jedoch verteilt auf einzelne Tischgruppen, das Mahl mit Wasser, gesegnetem Brot, das in Öl getunkt wurde, und Apfelstücken gefeiert. Man kam mit den Menschen ins Gespräch, die aus allen Teilen Deutschlands kamen. Es wurde am Tisch nicht gefragt, welche Konfession man hat, denn wir waren alle Christen, die sich dort versammelt hatten und so entstand eine angenehme und liebevolle Atmosphäre.

Zum nächsten ev. Kirchentag, der in Dresden stattfindet, habe ich mich natürlich mit diesem Projektchor schon wieder angemeldet und freue mich, auch dort wieder zu musizieren, neue Erfahrungen zu sammeln und neue Menschen kennen zu lernen.

Pfr. Niko Herzner: Mein "Kirchentagserlebnis 2010" hatte ich am letzten Abend. Wir waren bei einem Konzert der Gruppe Habakuk aus Frankfurt a.M. Eine volle Messehalle, ich schätze so 3.000 Menschen. An diese Band erinnere ich mich noch von meinem allerersten Kirchentag 1983 in Hannover! Eigentlich war es schon allein etwas besonderes, nun mit meiner eigenen Tochter dort zu sein... und dann erlebten wir, was bei Kirchentagen möglich ist: Nach ein paar Liedern erzählte Eugen Eckert, der Kopf der Band, von einem Musical, dass er am Abend vorher gesehen habe. Er war dafür weit durch München gefahren und musste gut suchen, bis er den Veranstaltungsort gefunden hatte. Außer ihm hatten noch etwa 100 andere Menschen den Weg dorthin gefunden. Diese 100 Menschen sahen und hörten ein Musical mit 80 Mitwirkenden - allesamt Kinder und Jugendliche. Und dann hat Eugen Eckert sie einfach gefragt, ob sie nicht in die Messe kommen wollten... um vor Tausenden zu singen. Der Rest ist nicht in Worte zu fassen, vielleicht aber in einen Gedanken: Gott macht das kleine Groß!

Tanja Börngen: Ich besuchte den Anfangsgottesdienst und das Werkwinkeln. Außerdem auch noch das Konzert von Christina Stürmer. Mir wird das Werkwinkeln in Erinnerung bleiben, ich fand den Anfangsgottesdienst sehr beeindruckend, von dem Konzert der Christina Stürmer war ich begeistert.